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29.12. Deutschland (2)

Die Harzreise
In Bremen nahmen wir einen Mietwagen, um in den Süden zu reisen, und nutzten die Nord-Süd-Durchquerung zu meiner allerersten Harzreise. Wir besichtigten Goslar, Wernigerrode, wo wir übernachteten, Quedlinburg und den Kyffhäuser. Eine Stadt schöner als die andere, die Preise günstiger als anderswo im Land, trotz der flächendeckenden Tourismus-Aktivitäten, und der Kyffhäuser sehr viel gigantischer, als ich mir vorgestellt hatte.

Ich hatte die Harzreise nicht großartig vorbereitet, aber beim Blick auf die Landkarte kam altes Schulwissen - gerade über den Kyffhäuser - an die Oberfläche. Zugunsten dieses Monuments blieben andere Städte außen vor, aber die Wanderung durch den Miniaturenpark in Wernigerrode machte mir klar, dass wir diese Region unbedingt noch einmal besuchen müssen. Irgendwann. Wenn man am anderen Ende der Welt wohnt, ist es nicht wirklich einfach, Deutschland so zu bereisen, wie es mir lieb wäre.

Goslar, die alte Kaiserstadt







Oben: aus der Ferne
Unten: aus der Nähe






Wernigerode
Das Schloss vom Hotel aus

Ausblicke vom Schlosspark

Unten in Richtung Brocken, der zu Wernigerode gehört wie das Münster zu Ulm.




Der Nachtwächter hatte ein Herz für Plüschtiere - und verkaufte Schnaps in kleinen Flaschen mit seinem Konterfei auf den Etiketten.

Das kleinste Haus (oben) und die größte(n) Flasche(n) rechts... ;-)



Miniaturenpark Wernigerode
Wenn man nicht weiß, welche Orte man im Harz besichtigen sollte, kann man sich hier einen hervorragenden Überblick verschaffen. Ganz besonders natürlich die Bären, die die Größe der Miniaturen perfekt fanden.





Quedlinburg
Bei Ankunft wolkenverhangen, aber dann









Der Kyffhäuser
das deutsche Nationaldenkmal

Wie gigantisch die Ausmaße sind, kommt auf den Fotos nicht wirklich rüber, obwohl ich mir Mühe gab...

Das Kaiser-Wilhelm-Nationaldenkmal auf dem Kyffhäuser ist als Kyffhäuser-Denkmal oder einfach Kyffhäuser bekannt. Es ist nach dem Völkerschlachtdenkmal in Leipzig das zweitgrößte Denkmal in Deutschland und würdigt Wilhelm I., preußischer König und deutscher Kaiser. Er einigte das Reich 1871. Sein Tod 1888 löste einen Denkmalkult aus. Insgesamt wurden mehr als 300 Kaiser-Wilhelm-Denkmäler gebaut. Von ihnen existieren allerdings nur noch 43; die meisten befanden sich in den Stadtzentren und wurden zum Ende des 2. Weltkrieges zerstört.


Ein natürlich belassener, von Terrassen umgebener Steinbruch an der Ostseite des Denkmals bildet die Kulisse für den in Stein gemeißelten Barbarossa ("Kaiser Rotbart"). Die 6,5 Meter hohe Figur wurde direkt vor Ort aus mehreren Sandsteinquadern hergestellt.

Den Abschluss des Turmes bildet eine stilisierte, 6,6 Meter hohe Kaiserkrone. In den Baldachin unter der Krone kann man über 247 Stufen emporsteigen.




Der tiefste Burgbrunnen der Welt - 
176 Meter tief in Richtung Neuseeland. 




































































































































Als Ulmer haben wir ein Herz für schiefe Häuser :-)










riss der Himmel auf.
























































Die gewaltige, einst 600 m lange Burg wurde in der Regierungszeit Friedrich I. Barbarossa (1152-1190) vollendet. Sie ist durch die monumentale Größe des Kyffhäuser-Denkmals teilweise überbaut und in den Hintergrund gedrängt.


















Das Reiterstandbild ist knapp elf Meter hoch und wiegt rund 336 Zentner. Kaiser Wilhelm ist als Feldherr mit Pickelhaube und Großkreuz des Eisernen Kreuzes dargestellt. Er sitzt hoch zu Ross und reitet in das Land hinein. Flankiert wird er von zwei allegorischen Figuren.
Auf vier Ländertafeln sind auf dem Turm die Teilstaaten des 2.Kaiserreiches zu lesen. Entsprechend der Wertigkeit an der Hauptschauseite die Königreiche, umlaufend die Fürstentümer, Herzogtümer und Freien Hansestädte.

























Klar, diesen Blick konnte sich weder Mensch noch Plüschtier entgehen lassen!




































































Das Schloss abends von der Altstadt aus...
... und auf dem Foto unten am nächsten Morgen aus der Nähe




















































































Warmes Licht am Spätnachmittag und am Abend

John mit einer Tüte voll Rothenburger Schneebälle... Sagen wir mal, mit einem Schneeball, den er zum Nachtisch nach dem Abendessen vernichtete



































































Die Schlosskirche erhob solch gesalzene Eintrittspreise, dass wir uns mit dem
                     Außenanblick begnügten und
                     mehr Zeit in dem hübschen
                     Städtchen verbrachten.













































Der Turm ist 57 Meter hoch und wurde im mittelalterlichen Stil des staufischen Buckelquadermauerwerks errichtet.

Den Turmsockel beherrschen züngelnde Schlangen, Kriegsfurien und zähnefletschende Kopfmasken. Diese sind als eine symbolische Warnung an die Feinde des Reiches zu verstehen. 
Der Barbarossaturm der Oberburg ist eine quadratische 17 Meter hohe Bergfriedruine mit drei Meter dicken Mauern. Die Unterburg, besterhaltener Teil der einst dreigeteilten Burg, hat geschlossenen Ringmauer. Die Mittelburg wurde durch einen Mühlsteinbruch zerstört. Es entstand eine Felsenschlucht, die die Unterburg mit dem Denkmalsgelände verbindet.
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