07.11. Rückmeldung

Der Erneuerungswahnsinn der hellen Köpfe
Ich weiß, ich habe meine Website schon ewig nicht mehr mit neuen Einträgen aufgefrischt. Höchste Zeit also. Aber bevor ich das jetzt mache, muss ich endlich mal ein paar Worte über Google Sites los werden. Mit diesem Programm - das kein Programm ist, sondern laut meinem Haus-Experten eine "hosted application", man lernt ja nie aus... Also, damit erstelle ich die Seiten meiner Websites - und könnte ständig die Krise kriegen. Der Grund: Wie so viele Experten nehmen auch die Googler Änderungen um der Änderungen willen vor und nicht, um etwas wirklich zu verbessern.
 
Es ist doch wirklich schnurzegal, ob ich die Seiten durch Anklicken eines Wortes oder eines Pictogramms bearbeite. Bei einem der letzten Updates, die jedesmal einem Downgrade gleichkommen, wurde einer dieser hellen Google-Köpfe vom Pictogramm-Wahn befallen. 
 
Das Bearbeiten-Symbol - eine schräg stehende Rakete, naja, vielleicht ist's auch ein Bleistift - habe ich nur erkannt, weil es an der Stelle steht, an der früher die Box mit dem "Bearbeiten" stand. Das Wort "Link", mit dem man logischerweise einen Link setzen kann, ist jetzt ein von links und rechts in die Zange genommener Strich. Wie ich das herausgefunden habe? Indem ich mit dem Mauszeiger über dieses skurrile Zeichen gefahren bin, als ich das Wort "Link" nicht fand, und prompt stand da: "Link".
 
Viel Firlefanz für null Fortschritt
 
Die Schriftart und die Schriftgröße haben jetzt Auf- und Abwärtspfeile bekommen, aber wenn man darauf klickt, wird die Auswahl jeweils nur nach unten angezeigt. Sprich: alles viel Firlefanz für null Fortschritt und Verbesserung.
 
Einem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul, höre ich so manchen sagen. Ja, stimmt, Google Sites kostet nichts. Aber glaubt mir, ich würde gerne für die Software bezahlen, wenn sie 1. mir das Leben erleichtert und 2. keine HTML-Kenntnisse erfordert. 
 
Jetzt, da ich hier schreibe, habe ich www.sissistein.com parallel zweimal geöffnet. Einmal ohne Anmeldung, so wie Ihr, einmal mit Anmeldung, damit ich die Seiten bearbeiten kann. Das ist notwendig, weil die Seiten je nach Status unterschiedlich aussehen. Im Bearbeitungsstatus wird zum Beispiel die Kopfleiste nicht angezeigt. Nicht, dass ich mein Gesicht ständig vor mir sehen müsste, aber manchmal wäre es doch ganz nett, wenn man den Zeilenfall bei tabellarischen Darstellungen und eingeblockten Bildern sehen könnte.
 
Seit dem letzten Update laufen nämlich die Zeilen anders, warum auch immer. Bilder werden angezeigt oder auch nicht. Das wird vom Zufallsprinzip bestimmt. Meine www.kimiderreisebaer.de-Website ist, um es mit einem entsprechenden Unwort zu beschreiben, "unbearbeitbar" geworden. Für jede Seite hatte ich Stunden darauf verwendet, die vielen Bilder und den darunter laufenden Text gleich hoch zu machen - bloß um zu sehen, dass die Seiten jetzt wie Kraut und Rüben aussehen.
 
Bilder verschwinden und tauchen auf wie von Zauberhand
 
Ganz verrückt wird's, wenn ich, der Verzweiflung nah, im Anmeldestatus sehe, dass ein Bild verschwunden ist und nur noch als rotes X in einer Minibox erscheint. Ich öffne also die Seite - und das Bild ist da. Aber ein anderes daneben ist plötzlich verschwunden. Sichere ich die Seite, fehlt wieder das erste Bild und das zweite ist sichtbar.
 
Sämtliche Bilder, die ich im Lauf der Monate auf den Server hochgeladen hatte, sind aus den Listen verschwunden. Will ich ein längst hochgeladenes Bild auf der Seite versetzen, muss ich's noch einmal in die (leere) Liste laden. Habe ich eine Seite repariert und mich abgeregt, habe ich keine Zeit mehr, an irgendetwas Neuem zu arbeiten. Es ist wie ein Fass ohne Boden.
 
Aufgrund einer Forumsdiskussion bin ich auf die Idee gekommen, die Websites mit und ohne Anmeldung parallel aufzurufen. Nur durch den ständigen Vergleich kann ich sehen, wo wirklich Korrekturen nötig sind. Es ist eine gigantische Zeit- und Energieverschwendung, die eine Perfektionistin wie mich an den Rand des Wahnsinns treiben, denn ich will ja nicht nur inhaltsreiche, sondern auch schöne Seiten. Ich denke, von diesem Ideal muss ich mich verabschieden.
 
Probleme schaffen statt beheben
 
Trotzdem sind Kraut-und-Rüben-Seiten nicht akzeptabel für mich - so wenig es akzeptabel ist, dass vermutlich hoch bezahlte Experten jahrelang ausführlich beklagte und diskutierte Probleme nicht beheben und statt dessen neue Probleme schaffen. Da spielt es überhaupt keine Rolle, ob die "hosted application" - eine betreute Anwendung - gratis oder gebührenpflichtig ist.
 
Ich habe sogar schon mal sachte nachgefragt, wie schwierig es ist, HTML zu lernen. Offenbar ist's für eine Nutzerin ohne jegliche Programmierkenntnis wie mich ein Riesenaufwand. Und dass alles reibungslos funktioniert, ist auch nicht garantiert. Als ich auf meiner alten, bezahlten und betreuten Website - selbstverständlich mit Johns Unterstützung - in HTML arbeitete, gab's plötzlich Neuerungen, die eine Neuauszeichnung der Inhalte erforderten. John saß wochenlang an den Änderungen, ehe ich wieder inhaltliche Updates veröffentlichen konnte. Sprich: es gibt kein Allheilmittel, auch wenn es Geld kostet.
 
Tja, und aus meinen paar Worten ist auch wieder ein längerer Text geworden. Meine größte Schwäche: Ich kann mich schriftlich einfach nicht wirklich kurz fassen...
 
 
 
 
Me'ae Iipona, Hiva Oa
 
Die echten "Njuhs"
Ich verspreche nichts, aber ich möchte versuchen, die Informationslücke zwischen dem 13. Juli und heute zu füllen und meine Aktivitäten und Erlebnisse der vergangenen Monate rückwirkend in die Rubrik der Neuigkeiten 2011 einzufügen.
 
Die Hauptereignisse waren meine Kreuzfahrt zu den Marquesas und Wanderungen auf den Gesellschaftsinseln im Juli/August, die Rugby-Weltmeisterschaft im September/Oktober, parallel dazu meine Trips zum Katastrophenschiff "Rena", das auf ein Riff vor Tauranga auflief und Öl verlor.
 
Die Berichterstattung von der Rugby-WM hat mir mehr Spaß gemacht als gedacht, trotz sieben Wochen Dauereinsatz. Jetzt bin ich gerade dabei, meine Reisereportagen aus Französisch-Polynesien zu schreiben. Aufgeschoben, aber nicht aufgehoben.
 
Öl am Strand von Mt. Maunganui
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